DER NAME KOMMT MIR NICHT BEKANNT VOR
VÖ: 23.12.2011
VIDEOS
MUSIK
01 Erzähl mir nicht dass du nur tust was man dir sagt
Erzähl mir nicht dass du nur tust was man dir sagt
Wenn es dir bei mir gefallen hat
& du fühltest dich willkommen,
Hast du den falschen Eindruck mitgenommen,
Denn ich bin eher kompliziert & schwierig –
Wie dem auch sei - ist `ne lange Geschichte.
Ziemlich lang.
Du sagtest, hätte ich es nicht erwähnt
& angefangen zu lallen,
Wäre es dir überhaupt nicht aufgefallen
& als ich sagte: witzig,
Du brauchst ja nicht zu bleiben,
Kannst ja gehen!
Bist du tatsächlich gegangen.
Erzähl mir nicht, dass du nur tust
Was man dir sagt oder von dir will.
Erzähl mir nicht, dass du nur tust
Was man dir sagt.
Du hast die schönsten Augen
In dieser hässlichen Stadt
& Ich behielt es für mich
& denk doch ständig dran
& du fragtest mich im Gehen:
„Was meinst du, Verkorkster,
Ruf ich dich noch mal an?“
Erzähl mir nicht, dass du nur tust
Was man dir sagt, denn wofür du stehst
Hab ich in deinen Augen gesehen
& dieser Blick bleibt hier
Auch wenn du gehst.
Erzähl mir nicht, dass du nur tust
Was man dir sagt oder von dir will.
Erzähl mir nicht dass du nur tust
Was man dir sagt.
Wir werden nie wissen wie es weitergeht,
Wenn du nicht anrufst...
02 In Hamburg ist das anders
In Hamburg is das anders
Ich schenk dir ́n Pflasterstein aus der Herbertstraße,
Mitten aus dem Bett der Welt.
In meiner Stadt wurde die Liebe erfunden,
Die Musik & das lustige Geld.
Wo das Licht ist scheint die Sonne sowieso
& wir wissen weswegen & scheint sie mal nicht,
Dann ist das Hamburg im Regen.
So schön nass wirst du sonst nirgendwo.
In Hamburg ist das anders!
Hier spielt die Musik die Schrauben lose
& fegt die Flaschen von der Bar.
In Hamburg ist das anders!
Ich rate dir: bleib lässig & du kommst klar.
Wenn am Himmel überm Fluss die Farben tanzen,
Kleckert sich das Bild zusammen.
Das Leben tropft aus schrägen Rahmen,
Die Nächte stehen hell in Flammen.
Menschen sind überall verschieden,
Aber seien wir mal ehrlich,
wer will denn wirklich in den Süden?
Das ist ein langer Weg runter
& hier oben ist es so viel bunter.
Du kennst die Welt? – Aha.
In Hamburg ist das anders!
Hamburg hebt dich hoch & schüttelt dir das Kleingeld raus.
Trotzdem will von hier niemand mehr nach Haus
In Hamburg ist das anders!
03 Wir fliegen vorbei
Wir fliegen vorbei
Warst du eigentlich eingeladen?
Sie verbessern dort Gold zu Blei,
Musik zur Invasion der Hitparaden,
& ein Leben zu einer Lächerlichkeit.
Wir fliegen vorbei. Über die Dächer, die Felder & Alleen.
Wir fliegen vorbei.
Hinter die Horizonte sehen.
Sie sind nicht klug genug für Menschen & Dinge,
Denen etwas Lebendiges innewohnt.
Genau genommen sind sie zu blöd für diese Erde
& wahrscheinlich noch zu doof für den Mond.
Wir fliegen vorbei.
Dies war einmal ein wilder Garten
& was immer es jetzt auch sei -
Sie malen nach Zahlen & rütteln an Automaten
Mit ihrer albernen Wichtigkeit.
Wir fliegen vorbei.
& sie schleppen da unten ihre Kühlschrankherzen,
So kalt & schwer, voll & doch leer.
Vielleicht kaufen sie sich irgendwann
Ihre Seelen zurück & ihre Köpfe frei.
Wir fliegen vorbei.
Wie groß kann Freiheit überhaupt sein,
Wenn alle davon nur abhängig werden,
Was das Leben kleiner macht & schwer,
So groß wie süchtig nach immer noch mehr?
Ohne jedes Maß & ohne Vertrauen.
Seifenopern & Modenschauen.
Hört einfach auf es zu versauen!
Wir fliegen vorbei...
04 Wo man Lieder für sie singt
Wo man Lieder für sie singt
Sie war schon seit Tagen nicht mehr hier,
Doch sie tanzt immer noch in mir.
Sie ist mein Grund & was mich durcheinander bringt.
Sie macht den Raum heller wenn sie lacht,
Schön wie das Licht am Ende einer Nacht.
Sie schafft was alles leichter macht
& dass man Lieder für sie singt.
Sie kennt die Beschaffenheit des Glücks
& ein paar ziemlich gute Tricks.
Sie ist für mich immer nur einen Kuss weit weg.
Sie ist die Gefährlichste von allen,
Aus einer anderen Welt gefallen,
Sie taucht nach Perlen & Korallen
In meinem Versteck.
Sie sieht mir bis auf den Grund,
Dort unten ist es wild & wund,
Wie konnte sie nur interessieren wo dieses Herz entspringt?
Sie hat Würde, sie hat Sinn
& sie ist wirklich gut darin,
Dort wo die Nächte das Dunkle verlieren
& wo man Lieder für sie singt.
Ein Blick von ihr genügt allein
In dieser Welt glücklich zu sein.
Mit ihr fängt alles an; ohne sie würde es leer.
Nur ihretwegen bin ich hier
& was ich bin gehört zu ihr
Sie kommt in zehn Minuten her
& bleibt den ganzen Tag bei mir...
Wo man Lieder für sie singt.
05 Hätt´ ich in meinem Kopf Hände
Hätt´ ich in meinem Kopf Hände
Hätt ́ ich in meinem Kopf Hände,
Dann doch nur um dich zu berühren.
Ich bliebe ganz da drinnen,
Alles von dir & dich zu spüren.
Wie konntest du das denken -
Es wäre mir egal? Du.
Hätt ́ ich in meinem Kopf Hände,
Könnte ich mir andere Träume bauen
& meine Sinne so drehen,
Das sie nicht mehr nach hinten schauen.
Doch die Zimmerdecke bleibt die Leinwand
& es läuft immer nur ein Film: Du.
Später werde ich mich an dich erinnern.
Als ein Stück aus einem Puzzle, eine Scherbe.
Klar, ich werde dich vergessen -
In der Minute in der ich sterbe...
Hätt ́ ich in meinem Kopf Hände,
Der voll mit Kram ist der mich reut,
Dann wäre mein Kopf nicht dieser Pansen,
Der unermüdlich wiederkäut.
Wir sind in Stücke & in meinem Kopf was du nicht siehst: ich & du
Gehen in meinem Kopf Hand in Hand spazieren.
Hätt ́ ich in meinem Kopf Hände,
Dann doch nur um dich zu berühren.
Hab ich aber nicht.
06 Du brauchst keine Angst zu haben
Du brauchst keine Angst zu haben
Da draußen sind Abermillionen von Sonnen,
Die wir erst sehen, wenn es dunkel wird
Oder wenn alles in dir dunkel ist.
Lass es laufen, lass es stehen,
Lass es rollen & lass was gehen will gehen.
Mein schwarzer Schmetterling, mach dich nicht
schwerer als du bist.
Du brauchst keine Angst zu haben,
Alles kommt wieder ins Lot.
Das Dunkle ist aus vielen Farben
& wer niemals zweifelt ein Idiot.
Du brauchst keine Angst zu haben,
Es ist nur eine Nachtmeerfahrt.
Über ́m Kornfeld fliegen Raben
& manchmal ist das Gute hart.
Ein Herz im Käfig, das nicht singt
Von Schatten verzaubert & gelähmt,
Von Enttäuschungen & Einsamkeit
In Albträumen fest verklebt.
Es kommt für jeden eine Zeit,
Wo Kummer herrscht & Freude fehlt.
Auch das ist Leben lernen, was bleibt & zählt,
Doch mit der Furcht zu leben ist nur halb gelebt.
Du brauchst keine Angst zu haben...
Alles treibt an uns zu befreien.
Die Nacht ist aus vielen Farben
& will deine Freundin sein.
Du brauchst keine Angst zu haben,
Es wird immer wieder hell.
Die Nacht kommt in vielen Farben
Unter ihrem schwarzen Fell.
07 Nur um dich tanzen zu sehen
Nur um dich tanzen zu sehen
Ich lief durch Straßen,
Die Menschen packten & fraßen,
Mit dem Finger zeigten Leute auf mich,
Die mich nicht sahen.
Ich wurde gebissen & mein Haus abgerissen
& ich ging über Brücken wo vorher keine waren.
Oh, ich mach keine große Sache daraus,
Aber ich denke du solltest es wissen:
Ich kam den ganzen Weg
Nur um dich tanzen zu sehen.
Jetzt wäre mir danach
Mit mir ne Runde zu drehen.
Komm wir treffen uns auf dem Dach,
Machen ein bisschen Krach
& drehen die Regler auf zehn!
Ich kam den ganzen Weg
Nur um dich tanzen zu sehen.
Was hältst du davon
Mit dir ne Runde zu drehen?
& was hast du später noch vor?
Heute wäre die richtige Nacht
Für einen Tanz unterm Mond
Man wollte mir erzählen
Welche Sachen mir fehlen,
Aus welcher Richtung der Wind kommt
& woher das Licht.
Wer wirft bloß endlich den Blendern,
Den Witzfiguren & Verschwendern
Ihre klebrigen Sahnetorten zurück ins Gesicht?
Oh, ich mach keine große Sache daraus,
Aber ich denke du solltest es wissen:
Ich kam den ganzen Weg
Nur um dich tanzen zu sehen.
Was hältst du davon
Mit mir ne Runde zu drehen?
Komm wir treffen uns auf dem Dach,
Ich bring das Radio mit
& dreh die Regler auf zehn!
Nur um dich tanzen zu sehen.
08 Du brennst immer noch ein Loch in mein Herz
Du brennst immer noch ein Loch in mein Herz
Das Mädchen, das den Boden nicht berührte
Schrieb in meine Hand: Das Licht ist an!
Das warst du, die in diesen Raum kam
& es war, als hätte der Raum keine Wände mehr.
Du bist woher ich gekommen bin – sag mir
Wo ist so viel Weg nur hin?
Das warst du, die sagte:
„Verlieb dich besser nicht in mich!“
Du brennst immer noch ein Loch in mein Herz.
Das warst du.
Die Welt war dir zu eng.
Die Ewigkeit zu kurz.
Ich hab gesehen wie Regenbogen in die Nacht fallen.
Nicht eine Spur, kein Name bleibt.
Das warst du auf deiner nie wieder kehrenden Bahn,
Ein einsamer Komet & überall außerhalb.
Du hattest das Zeug dazu.
Du brennst immer noch ein Loch in mein Herz.
Du, unaufhaltsam wie der Wind
& ein so schönes Labyrinth.
So warst du, das warst du...
Du brennst immer noch ein Loch in mein Herz.
Das Licht ist an!
09 Lass mich heut Nacht in der Gitarre schlafen
Lass mich heut Nacht in der Gitarre schlafen
& die Band geht nach Hause mit Konfetti im Haar,
Draußen wird es hell.
Napoleon weint am Tresen,
Auch für ihn ist es Zeit.
Hier haben alle viel Unkraut im Herzen
& die Nacht ist ein Karussell.
Für Erinnerungen & all das,
Was einem weh tut & leid.
Ich steh draußen vor der Bar,
Wo der Lärm & die Stimmen verklingen & frage mich
Soll ich den Umweg durch deine Straße nehmen?
Dann geht die Tür auf & sie singen...
& Kudddel sagt zu mir:
„Lass mich heut Nacht in der Gitarre schlafen,
Da drinnen wohnt das Glück
& morgen hol ich uns von dort
Die alten Zeiten zurück!“
& dann bleibt er wieder still.
Manchmal werden Menschen zu Dingen,
Die sie nicht sein wollen, denen die Worte fehlen,
Doch wer braucht schon Worte um zu singen?
& all das, was wir ins Leben bringen,
Bedeutet überhaupt nichts, bis wir es singen.
Die Musik geht nach Hause mit Konfetti im Haar,
Draußen ist es hell.
„Na, dann lass mich eben nächste Nacht in deiner
Gitarre schlafen!“
10 Himmlische Felder (Oh Champs Elysées)
Himmlische Felder (Oh, Champs-Elysées)
Wir kennen uns so lange schon,
Auch wenn wir nicht zusammen wohnen.
Wir teilen die Erinnerung & stehen uns nah.
Ich hab dich irgendwann durchschaut,
Du bist teuer & du bist laut.
Ich hatte schon die Schnauze voll
& bin doch wieder da.
Oh Champs-Elysées, oh Champs-Elysées
Du wilde Braut - liebe mich!
Jede Stadt wär stolz auf dich.
Zieh mich ab, das geht okay,
Oh - Champs-Elysées!
Ich weiß nicht mal, wie sie jetzt heißt
Wo sie heut lebt, ob sie ́s noch weiß.
Ich kam mit dem Taxi & hatte nicht genug Kies.
Wir mochten uns, sie war eher schrill.
Als ich sie küsste war es April.
Komm, mach nochmal die Lichter an,
Lass funkeln Paris!
Oh Champs-Elysées, oh Champs-Elysées
Du bist der Weg, den ich geh...
Ich bin hier fremd, so sieht es aus,
Doch bei dir fühle ich mich zu Haus
& manchmal gehen wir rückwärts, wenn es uns dahin
zieht.
Grad eben sah ich mich dort stehen.
Als junger Mann herüber sehen.
Das Leben ist ne Straße & die Straße ein Lied.
Oh Champs-Elysées, oh Champs-Elysées
11 Einfach so
Einfach so
Manchmal ist ein Leben halb vertan
Bevor man bemerkt,
dass z.B. Liebe unsterblich ist
& Geld wie Pisse verdunstet.
Einfach so
& so wie wir waren,
Trifft es das was wir waren genau.
Einfach so,
Welken unsere Tage,
Hell & golden oder achtlos, leer & grau.
Manchmal ist die Reise fast vorbei,
Da wird einem klar
Wie viel kostbare Zeit vergeudet ist,
Ohne jeden blassen Dunst
Wer & wo man eigentlich war.
Einfach so
& so wie wir waren,
Trifft es das was wir waren genau.
Einfach so,
Welken unsere Tage,
Hell & golden oder achtlos, leer & grau.
& was wäre jetzt so lustig daran, all diesen Kram,
Den Überfluss einer zukunftslosen, schäbigen Welt
Nicht mitzuspielen & einfach mit wenig reich zu sein?
Einfach so,
Denn so wie wir waren,
Trifft es das was wir waren genau.
Einfach so,
Welken unsere Tage,
Hell & golden oder achtlos, leer & grau.
12 Unsichtbare Riesen
Unsichtbare Riesen
All die kurzen Geschichten
Ewigen Ruhms & der Liebe -
Die sind gesungen & gelacht.
Ist ne Menge Welt da draußen,
Auch für Dummköpfe & Diebe.
& was haben wir daraus gemacht?
Wir fuhren einmal in die Welt
& dann wieder zurück.
Wir holten Herzen aus Gruben
& von den Sternen Musik.
Wir trugen Hüte mit Federn
Aus den Flügeln von Engeln,
Aus ungezählten Paradiesen.
Wir waren unsichtbare Riesen.
Wenn das Wachs schmolz, dann stürzten wir
Kopfüber durch die Wolken
Ins Meer, zu neuen Odysseen.
Delfine brachten uns ans Ufer,
Dort meinte man wir seien gescheitert,
Denn sie haben uns nie fliegen sehen.
Wir fuhren einmal in die Welt...
Wir waren unsichtbare Riesen
& du weißt wie groß wir waren.
Wir fanden uns in den Tönen & Farben
& erkannten einander an den Narben.
Wir haben Glück gehabt
& werden es immer wieder finden,
Bis wir irgendwann verschwinden.
Wir fuhren einmal in die Welt...
Wir waren unsichtbare Riesen.
13 Das schönste traurige Mädchen mit der schlechtesten
Laune der Welt
Laune der Welt
Das schönste traurige Mädchen
mit der schlechtesten Laune der Welt
Wenn das schönste traurige Mädchen
Mit der schlechtesten Laune der Welt
Sich eigentlich nur aus Versehen
Für einen Moment neben dich stellt,
Dann solltest du nicht zu lange zögern
Weil das wirklich nur einmal passiert -
Dreh dich gelangweilt zu ihr rüber
& sag du seist nicht interessiert.
Das wird dir gut tun.
Vertrau mir!
& sag ihr, dass sie jetzt abzischen kann,
& zwar dalli dalli, dahin wo der Pfeffer wächst.
Zieh Leine, zisch ab!
Oder frag sie ob du so undeutlich sprichst
& was sie an „sieh zu dass du Land gewinnst“
nicht verstanden hat.
Ich bin nicht interessiert.





